Keine Windkraftanlagen im Wald

Beeinträchtigungen durch Windkraftanlagen


Sieben Thesen zur Beeinträchtigung des Landschaftsbilds durch Windkraftanlagen
 
1. Landschaftliche Schönheit ist ein knappes Gut. Mit zunehmendem Druck auf die     Erholungslandschaft wird sie zum Minimumfaktor. Die Überformung des Landschaftsbilds durch die technische Dominanz von Windkraftanlagen ist dem Landschaftsverbrauch gleichzusetzen und damit nicht ausgleichbar. Es muß daher eine Güterabwägung stattfinden, bei der die Verhältnismäßigkeit des Eingriffs (energiewirtschaftlicher Nutzen versus Verlust an landschaftlicher Schönheit) geprüft werden muß.

2. Landschaftliche Schönheit wird nicht nur subjektiv und emotional empfunden. Sie hat immer auch objektive Komponenten. Der Wert der Schönheit steigt exponentiell mit dem Landschaftsverbrauch. Die Preisgabe schöner Landschaft wird zum Akt touristischer Selbstzerstörung.

3. Die Leugnung negativer Auswirkungen von Windkraftanlagen auf das Landschaftbild hat zumeist handfeste materielle Hintergründe. Auch beim Blick durch die Ideologenbrille verändert sich die Sichtweise (Windmühle = unübersehbares Symbol vollzogener Energiewende??) grundlegend

4. Die Erhaltung, ggf. auch Wiederherstellung landschaftlicher Schönheit ist eine gesetzlich geforderte Aufgabe des Naturschutzes. Landschaftliche Schönheit kann durch technische Schönheit nicht ersetzt werden.

5. Eine der Erholungslandschaft gerecht werdende Standortsentscheidung auf Gemeindeebene ist wegen der Fernwirkung der WKA nicht möglich. Raumordnungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen sind unverzichtbare Instrumente zur Verhinderung von Wildwuchs.

6. Mittelgebirge sind landschaftsästhetisch gefährdeter als das Flachland. Während sich hier Windkraftanlagen in der Weite des Raumes verlieren, tauchen sie im Gebirge immer wieder unverhofft vor veränderten Horizonten und in neuen Blickwinkeln auf.

7. Die neue Generation der bis zu 200 m hohen Anlagen sei auch im windärmeren und topographisch weniger exponierten Suboptimum abseits hochwertiger Gebirgslandschaften einsetzbar. Desto mehr muß dem Suchkriterium "Vorbelastung" Rechnung getragen werden. Die Fläche öder Landschaften und Agrarwüsten, der Gewerbe- und Industriegebiete überwiegt jene hochwertiger Kultur- und Naturlandschaften bei weitem.